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Dollar fällt gegenüber Yen auf Dreizehnmonatstief durch Ölpreisabsturz

Jeder intelligente Investor versteht, dass tausend verschiedene Faktoren die Devisenkurse beeinflussen können. Diese wiederum schaffen ein nahezu undurchschaubar verflochtenes Netzwerk, von dem jede einzelne Faser eine grundlegende Rolle bei der Bestimmung des allgemeinen Kontexts spielt.

Diese Marktkräfte beeinflussen Wechselkurse zu unterschiedlichen Ausmaßen und wirken sich in unterschiedlicher Art und Weise auf die verschiedenen Länder und Wirtschaften aus. Ein Faktor jedoch hat in den vergangenen Wochen die Wirtschaft weltweit beeinflusst: der Absturz des Erdölpreises.

Sein letztes Opfer ist der Dollar, der nun auf ein überraschendes Dreizehnmonatstief gegenüber dem wackelnden Yen gefallen ist. Schauen wir uns mit diesen beiden Wirtschaftsmächten, die beide hilflos im aktuellen Finanzklima herumrudern, die Trends hinter diesen neuesten Währungsstrukturen an.

 

Der Dollar fällt

Der Wochenbeginn sah den Dollar nun wirklich straucheln; er fiel auf sein schwächstes Niveau dem Yen gegenüber seit dem Abschluss 2014. Der abgetauchte Ölpreis war einer der Hauptantreiber dieser Entwicklung und zog weltweit die allgemeinen Aktienkurse noch tiefer, wobei dies andererseits den sicheren Kapitalanlagen wie dem Yen den Rücken stärkte.

Zu dieser Entwicklung gefragt, erklärte Experte Doug Borthwick, dass “Angst noch immer ein unterschwelliges Thema in diesem Markt sei und dass in unruhigen Zeiten der Markt eher geneigt sei Öl zu verkaufen als den Yen zu kaufen.“

Der Herbst sah die USD/JPY-Kombination auf ein Tief von 115,54 in New York fallen und bezeichnete damit das niedrigste Niveau des Dollars der japanischen Währung gegenüber seit November 2014.

Laut des ICE-US-Dollar-Index, der als Frühindikator für die Stärke des Dollars im Vergleich zu sechs konkurrierenden Währungen betrachtet wird, ging dieser um besorgniserregende 0,5 Prozent auf 96.6010 zurück.

Er war nicht die einzige kränkelnde Währung, abgesehen von dem Erstarken des Euro, schwächte sich auch das Pfund ab und ließ das Paar GBP/USD zu einem Zeitpunkt bis auf 1.4503 fallen.

 

Andere Vermögensanlagen ebenso im Rückgang

Der Dollar war nicht die einzige amerikanische Vermögensanlage, die zurückging, und das ganze Land litt an der schwachen Leistung vieler unterschiedlicher Finanzmärkte.

Der Sturz der Öl-Termingeschäfte war sicher der Motor hinter diesem allgemeinen Trend, und so fielen die Preise kontinuierlich mit fortschreitendem Handel. Die Preise für West Texas Intermediate fielen in der Tat auf unter $30 pro Barrel, eine besorgniserregende Zahl für die Wirtschaft des Landes.

Dieser Trend hatte einen Dominoeffekt in den weltweiten Aktienmärkten zur Folge und nachlassende Kurse in ganz Europa, Amerika und vielen anderen Wirtschaftsländern waren vorherrschend. Diese Niederlage der US-Aktien bedeuteten gemeinsam mit den auf ein Jahrestief gefallenen Renditen der Staatsanleihen weitere schlechte Nachrichten für die Devisenmärkte und ließen viele Händler mit Angst um ihre Investitionen zurück.

Mit Hinblick auf diese Negativtrends ohne Anzeichen auf Besserung, bleibt die einzige Frage nicht, ob dieser Absturz aufgehalten werden kann, sondern wie tief der Dollar fallen kann, bevor der Trend die Talsohle erreicht.

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